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Deutscher Entwicklungsdienst (DED).  


Der DED – Deutscher Entwicklungsdienst – ist eine Institution der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, welcher 1963 gegründet wurde. Sein Hauptziel ist es, in Partnerschaften mit anderen Organisationen, die Bevölkerung in Entwicklungsländern zu unterstützen und zu einer Verbesserung ihrer Lebensbedingungen beizutragen. Diese Unterstützung erfolgt vor allem über die Entsendung von Fachkräften (Entwicklungshelfern) nach Afrika, Asien und Lateinamerika.

Der DED kooperiert sowohl mit staatlichen Organen als auch mit Organisationen der Zivilgesellschaft. In Brasilien schließt der DED Partnerschaften zur nachhaltigen Entwicklung Amazoniens und des Nordostens des Landes.

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Seminar zu "Wertschöpfungsketten pflanzlicher Öle in West-Pará" .  


24/08/2010

Heute beginnt in Santarém im, Bundesstaat Pará, ein Seminar zum Thema Pflanzenöle in Westpará. Die Veranstaltung endet morgen und ist von der Gewerkschaft der Landarbeiter und Landarbeiterinnen von Santarém ausgerichtet, in Kooperation mit dem Institut für Forstentwicklung des Bundesstaates Pará (IDEFLOR) und der Arbeitsgruppe zu Pflanzenölen von Westpará des Brasilianischen Forstdienstes. (SFB)

Am Seminar nehmen ungefähr 100 Vertreter/innen aus Gemeinschaften die Sammelwirtschaft betreiben, von Unternehmen und Öffentlichen Institutionen teil. Die Teilnehmer/innen werden über die Wertschöpfungsketten der Pflanzenöle, speziell von Copaiba und Andiroba, in Westpará diskutieren.

Ziel des Seminars ist die Bedeutung der pflanzlichen Öle für die Region herauszustellen, sowie mit der Debatte zu Richtlinien und dem Austausch zwischen den Vertreter/innen aus den verschiedenen Bereichen, die Struktur der Gruppe zu stärken.

Natura Cosmeticos* präsentiert Seifen aus Biokakao der Region Transamazônica/Xingu.  


Das Programm Biolandwirtschaft ist ein gemeinsames Projekt der Fundação Viver, Produzir e Preservar (FVPP) und der Comissão Executiva do Plano da Lavoura Cacaueira (CEPLAC), unterstützt vom Deutschen Entwicklungsdienst (DED). 180 Bauernfamilien erhalten Beratung und Unterstützung bei der Bio- und Fairtrade-Zertifizierung, Gründung und Betrieb von Genossenschaften, Vermarktung, Qualitätssicherung und Anbautechnik.

Seit 2008 liefern die Genossenschaften Kakaobohnen als Rohmaterial an die Natura Cosmeticos, was einen Anteil von rund 25% an den Gemeinschaftsverkäufen der sechs Genossenschaften des Programmes in 2008 und 2009 ausmachte. Die Firma Natura verarbeitet das Material in ihrer eigenen Fabrik in Benevides, Bundesstaat Pará.

Im Gegensatz zu anderen Kosmetikunternehmen verlangt Natura dieselbe Qualität der Kakaobohnen wie die Schokoladenindustrie. Dies stärkt das Qualitätsprogramm der Genossenschaften zusammen mit einem angemessenen Preis und den Bedingungen einer langfristigen Partnerschaft. Vertreter und Direktoren der Firma Natura besuchten die Transamazonica-Region zu zahlreichen Gelegenheiten, ebenso wie die Bauern in der Fabrik in Benevides empfangen und zu Fortbildungskursen der Firma Natura eingeladen wurden.

Im Februar dieses Jahres brachte die Firma eine neue Kollektion von Seifen der Linie „EKOS" auf den Markt, mit hohem Anteil an Kakaobutter, hergestellt mit Biokakao der Transamazônica. Über Werbung und Verpackung der neuen Premium-Seifen wird der Name und das ökologische und soziale Konzept der Genossenschaften der Transamazônica in ganz Brasilien bekannt gemacht und verbessert so das nicht immer positive Bild der Region.

Am 25. Mai 2010 lud Natura Bauern und Partner des Programmes Biolandwirtschaft zu einem Festakt im neuen Lager der Genossenschaften in Altamira ein. Mauro Costa, Koordinator der Lieferantenbeziehungen der Natura-Produktionseinheit in Benevides, präsentierte die inovativen neuen Produkte, Resultat von drei Jahren Partnerschaft mit den Biokakao- Genossenschaften an der Transamazônica, verarbeitet in Benevides im Bundesstaat Pará. Ein neues Projekt der Natura, eine besondere Internetseite, die Arbeit und Bilder aller Lieferanten der Linie „EKOS" zeigt, wurde ebenfalls vorgestellt. Bauern und Partner betonten, dass sich die Anstrengung gelohnt habe, zeigten ihre Zufriedenheit darüber zu diesem Produkt von hoher Qualität, hergestellt aus ihrem eigenen Kakao, beigetragen zu haben und äußerten sich stolz darüber, dass ihr Name nun national und international bekannt gemacht wird.

Aufgrund des bisherigen Erfolges der neuen Produkte hat die Firma Natura ihre Bestellung an Kakaobohnen verdoppelt und ab Juni dieses Jahres beginnen wieder Lieferungen von Biokakao nach Benevides.

* Natura Cosméticos ist ein brasilianisches Unternehmen mit Sitz in Cajamar, Bundesstaat São Paulo. Gegründet 1967 verfolgt die Firma seit den 1980er Jahren eine progressive Umweltpolitik und begann im Jahr 2000 spezielle Produkte mit Rohstoffen aus der brasilianischen Natur zu entwickeln. Hierbei achtet die Firma auf den Einkauf von Rohmaterialien aus kleinen ländlichen Gemeinschaften, die sie direkt und unmittelbar fördert und begleitet. Natura verkauft ihre Kosmetika ausschliesslich über sogenannte Beraterinnen, rund eine Million in ganz Lateinamerika, vor allem Frauen, steuern durch den Vertrieb von Natura-Kosmetika ihren Teil zum Familieneinkommen bei. Natura vertreibt Kosmetika vor allem in Lateinamerika, seit kurzem auch in Frankreich. Nähere Informationen: www.natura.net und www.naturaekos.com.br.

Linde Nobre, Helmut Weiss

Biokakaoproduzenten auf Austausch in Europa.  


Fellowship des Entwurfs des Bio-Kakao mit Herrn und Frau Zotter

14/05/10

Das Programm Biolandwirtschaft der Fundação Viver, Produzir e Preservar (FVPP) und der Comissão Executiva do Plano da Lavoura Cacaueira (CEPLAC), in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED) hat die Förderung der Nachhaltigkeit der land- und forstwirtschaftlichen Produktion von Kleinbauernfamilien in der Region Transzamazônica/Xingu im Bundesstaat Pará, Brasilien, zum Ziel. Stärkung der Organisation,, zertifiziert biologischer Anbau, fairer Handel und Qualitätsverbesserung erhöhen die Wertschöpfung und verbessern die Verhandlungsposition der Bauern. Die Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Umwelt werden durch nachhaltige Produktion auf den bereits bewirtschafteten Flächen reduziert. Einkommen und Lebensqualität der Bauernfamilien steigen, die Gefahr aus Not neue Flächen abzuholzen oder sogar das Land auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen in der Stadt zu verlassen, häufig verbunden mit der Ausweitung extensiver Rinderhaltung, sinkt. Auf diese Weise hat das Programm direkten Einfluss auf den Schutz des Amazonasregenwaldes.

Eine der Strategien des Programmes ist die Etablierung von langfristigen Handelsbeziehungen, bei denen Käufer und Verkäufer eine Partnerschaft im Sinne des Fairen Handels eingehen. Zwei solcher Partner, Natura Cosmeticos (Brasilien) und Zotter Schokoladenmanufaktur (Österreich), sind bereits in das Programm eingebunden und haben in den Jahren 2008 und 2009 insgesamt 175 t Kakao abgenommen. Sie unterhalten direkten Kontakt mit dem Programm und den beteiligten Familien und fühlen sich ihm unmittelbar verbunden. So lud die Firma Zotter eine Gruppe von Bauern und Landwirtschaftstechnikern zu einem Praktikum und Erfahrungsaustausch in ihrer Fabrik in Riegersburg, Ost-Steiermark, ein. Dank zusätzlicher Unterstützung durch den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) und weiterer Partner - Ministerium für Agrarentwicklung (MDA Brasilien), Landwirtschaftsministerium des Bundesstaates Pará (SAGRI) - konnte die Reise mit der Teilnahme an der Biofach Nürnberg, der grössten Bio-Fachmesse der Welt verbunden werden.

Sechs Bauern und drei Techniker von CEPLAC und FVPP reisten in Begleitung von zwei Entwicklungshelfern des DED im Februar 2010 nach Europa. Hier nahmen sie zunächst mit einem eigenem Stand im Rahmen des Auftritts des Brasilianischen Ministeriums für Agrarentwicklung (MDA) an der Biofach teil. Es folgte ein zehntägiges Praktikum in der Schokoladenfabrik in Österreich.

Während der Biofach konnten Gespräche mit Vertretern der bedeutensten Hersteller von biologischer Schokolade geführt werden. Der Amazonaskakao aus Brasilien stiess auf grosses Interesse der Branche , ausserdem begeisterten sich viele Besucher für den Kakaoanbau. Kamerateams sowie Journalisten anderer Medien suchten das Gespräch. Daneben repräsentierten die Amazonasbauern die Seite der Kakaolieferanten am Stand der Zotter Schokoladenmanufaktur, besuchten die vielfältigen Stände der Schokoladenindustrie und suchte Erfahrunsaustausch mit Kakaobauern aus zahlreichen anderen Ländern.

Das folgende Praktikum in der Schokoladenfabrik bot die Möglichkeit, den gesamten Prozess der Herstellung von Schokolade kennenzulernen, die Qualitätsansprüche zu verstehen sowie eingehenden Austausch mit den Mitarbeitern der Fabrik. Mit einer ungewöhnlich offenen und freundlichen Aufnahme der brasilianischen Bauern, ermöglichte der Unternehmer ihnen die aktive Teilnahme an allen Produktionsschritten der Herstellung von Schokolade von der Kakaobohne bis zum Endprodukt. Während einer gemeinsamen Schlussbetrachtung wurde deutlich, dass die bestehende Partnerschaft mit der Firma Zotter durch den Besuch entscheidend gefestigt wurde. Eine wichtige Zukunftsperspektive des Programmes, gemeinsam mit Zotter und anderen Geschäftspartnern, liegt in derErarbeitung eines typischen regionalen Qualitäts-Kakaos , in dem sich die sozialen und ökologischen Besonderheiten der Region Transamazonica unverwechselbar wiederspiegeln. Die Landwirte waren insbesondere beeindruckt von Geschäftsführungspraxis und Betriebsklima, die sie in der Firma Zotter beobachten konnten. Sie sind durch aussergewöhnliche Motivation und persönlichen Einsatz von Leitung und Mitarbeitern gekennzeichnet. Gleichzeitig wurde allen deutlich, von welch grundlegender Bedeutung ihre eigene Arbeit innerhalb der Wertschöpflungskette für die Qualität des Endproduktes ist.

Während der letzten Tage ihres Aufenthaltes besuchte die Gruppe auf Einladung von Bio Austria, des österreichischen Biobauernverbandes, landwirtschaftliche Betriebe und Verarbeiter der Region. In Gesprächen mit der Direktion des Verbandes und Berufskollegen konnten die Besucher feststellen, wie wichtig die Förderung von Gesellschaft und Regierung, aber auch die Ausdauer von Bauernverbänden für den Erfolg des Biolandbaus ist. Familientradition über Generationen in der Landwirtschaft, die Kleinstrukturierung der Betriebe (im Mittel 20 ha) und der hohe Grad der Mechanisierung und Wertschöpfung in der österreichischen Landwirtschaft fielen als Kontrast zur Realität an der Transamazonica in Auge.

Experten richten Forderungen an die Politik zur Implementierung einer Nachhaltigen Entwicklung in Amazonien .  

Quelle: Text des Fórum Amazônia Sustentável

Auf der dritten Jahresversammlung des Fórum Amazônia Sustentável am 28. und 29. Oktober 2009 trafen Unternehmer, Arbeiter, Regierungsvertreter und Repräsentanten der Zivilgesellschaft zusammen, um über die Perspektiven einer Nachhaltigen Entwicklung in Amazonien zu diskutieren. Der Direktor des Centro de Estudos sobre o Brasil Contemporâneo da Escola de Altos Estudos em Ciências Sociais de Paris (Forschungszsentrums des Gegenwärtigen Brasilien an der Schule für Sozialwissenschaftliche Studien in Paris), Ignacy Sachs, lobte in seiner Eröffnungsrede die Arbeit des Forums, das Diskussionen rund um das Thema fördert und damit einen wichtigen Beitrag hinsichtlich eines ökologischen, ökonomischen und sozial nachhaltigen Entwicklungsmodell für die Region leistet. Sachs betonte in seiner Rede: „Wenn das Wirtschaftsmodell, das Amazonien in den letzten Jahrzehnten dominiert hat, weitergeführt wird, wird die Armut in der Region zunehmen und in Kürze werden selbst die Menschen vom Aussterben bedroht sein."

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Kleinbauer der Region Bragança verzeichnen Fortschritte im Projekt der “Nachhaltigen Nutzung von pflanzlichen Ölen” .  

Simone Dohms

10.12.09

 

 

Die Entwicklungsmassnahme „Nachhaltige Nutzung von pflanzlichen Ölen", welche von der Caritas der Diozöse Bragança / Pará in Zusammenarbeit mit dem DED durchgeführt wird, zeichnet sich aus durch die Integration ökonomischer, ökologischer und sozialer Wirkungsabsichten, den drei Säulen der Nachhaltigen Entwicklung. Ziele des Projekts sind die Generierung neuer Einkommensquellen für die Kleinbauern der Region, die Stärkung ihrer sozialen Beziehungen und Strukturen sowie der Beitrag zur Erhaltung der verschiedenen Ölpflanzen und ihrem natürlichen Umfeld. Pater Nelson, Vorstand der Caritas in der Diozöse Bragança, der die Initiative seit ihrem Beginn im Jahre 2007 koordiniert, hebt hervor: „Die Massnahme basiert auf der Idee, eine Alternative zur Abholzung des Waldes und dem Versanden der Nebenflüsse des Amazonas zu schaffen, indem Buriti, Murumurú, Andiroba und andere regionale Ölpflanzen nachhaltig genutzt werden".

 

 

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Weltsozialforum 2009 - Stadtentwicklungspolitik und Gender .  

09.09.2009

In ihrem Artikel hebt die DED-Entwicklungsstipendiatin Janna Greve hervor, dass das Recht auf "angemessenes" Wohnen nicht nur ein Menschenrecht ist, sondern auch Bedingung für bürgerschaftliche Partizipation. Unter Bezugnahme auf die entsprechende Debatte während des diesjährigen Weltsozialforums befasst sich der Text mit der Notwendigkeit, die Partizipation der Frauen an Stadtentwicklungsprozessen zu stärken.

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300 RepräsentantInnen aus 12 Ländern Lateinamerikas diskutieren Wohnungsbaupolitik .  

23.07.2009

 

Anfang Juni diesen Jahres fand in Recife (Pernambuco) das 12. Treffen des Lateinamerikanischen Sekretariats für Soziales Wohnen (Secretaria Latinoamericana de Vivienda Popular, SELVIP) statt.


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Weitere Informationen:

Interview mit dem neuen Landesdirektor des DED-Brasilien.

31/03/2009 Seit März d. J. hat der DED-Brasilien mit Karl Ahlers einen neuen Landesdirektor. Im Interview berichtet er von seinen Berufserfahrungen sowie seiner Freude darüber, die Rolle als Landesdirektor in Brasilien wahrnehmen und sich den Herausforderungen für den DED im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit mit Brasilien widmen zu können.

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Forum der Sozialen Bewegung Belterra (FMSB).

04.09.2009 Sabrina Stegmüller, Praktikantin des DED in Belterra Am 14. und 15. August d. J. trafen sich im Rahmen des “Forums der Sozialen Bewegung Belterra” (FMSB) 55 Mitglieder der lokalen Verbände und Organisationen, u.a. Fase, Conselho da Cidadania, Actionaid Brasil, EMATER, Frauen-, Jugendbewegungen und Vertreter indigener Gruppen und Verteter des DED.

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